Regenbogenforelle

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Regenbogenforelle erstreckte sich vom Süden Alaskas bis in den Nordwesten von Mexiko. Die heute in Europa verbreitete Regenbogenforelle ist ein Zuchtfisch der aus der Vermischung von zwei verschiedenen eingeführten Arten entstanden ist. Wegen der grossen wirtschaftlichen Bedeutung in der Fischzucht wurde die Regenbogenforelle weltweit verbreitet.

Die Regenbogenforelle ist weniger sauerstoffbedürftig und unempfindlicher gegenüber höheren Wassertemperaturen und herabgesetzter Wasserqualität als die Bachforelle. Auch stellt sie geringere Ansprüche an die Gewässermorphologie. Die Gewässer werden meist künstlich besetzt; doch ist auch eine natürliche Fortpflanzung in Fliessgewässern nachgewiesen. Da sie manchmal an denselben Stellen wie die Bachforelle Laichgruben schlägt, aber einige Wochen später laicht, und somit die Eier der Bachforellen zerstört, kann sie in einzelnen Gewässern die Bachforelle konkurrenzieren.

Laichzeit Dezember bis Mai (Früh- und Spätlaicher). Eizahl 1600 - 2000 Eier pro kg Körpergewicht der Weibchen. Brutdauer 380 - 400 Tagesgrade. Sehr frohwüchsig. Breites Nahrungsspektrum von Kleintieren aller Art, Insektenlarven, Kleinkrebsen, Anfluginsekten bis hin zu kleinen Beutefischchen.

Bachsaibling

Das Vorkommen lag ursprünglich nur im Osten Nordamerikas, wegen seiner Attraktivität für die Angelfischer wurde der Bachsaibling auch in Südamerika, Neuseeland, Asien und um 1880 in Teilen Europas (Skandinavien, Grossbritanien und Alpenregion) erfolgreich eingeführt.

Der Bachsaibling ist ein territorialer Standfisch. Als typische Kaltwasserart lebt er in den schnell fliessenden, obersten Abschnitten der Flüsse und Bäche (obere Forellenregion). Er ist weniger empfindlich gegenüber saurem Wasser und tiefen Sauerstoffkonzentrationen als die Bachforelle. Anspruchslos bei der Nahrungsauswahl, frisst Würmer, Kleinkrebse, Insektenlarven, Anfluginsekten, Weichtiere und im Alter auch Jungfische.

Laichzeit September bis November. Das Ablaichen findet in flachen Kiesgruben in starker Strömung statt, häufig nahe der Quellregion. Eizahl ca. 2000 je kg Gewicht der Weibchen, Eidurchmesser 3.5 - 5 mm, Schlupf nach ca. 100 Tagen bei einer Wassertemperatur von 5°C.

Seeforelle

Kommt in den grossen, tiefen Seen des Voralpen- und Alpengebietes, Skandinaviens und der britischen Inseln vor.

Die älteren Fische (Grundforellen) halten sich häufig in grösseren Tiefen (bis 70 m) auf, während die jüngeren (Schwebeforellen) in den oberen Wasserschichten, oft in Ufernähe, anzutreffen sind. Jungtiere ernähren sich mehrheitlich von Kleintieren (Anflug, Bodentiere und Plankton), Erwachsene auch von Fischen. Laichzeit ist November und Dezember; die Laichwanderung setzt aber bereits ab anfangs September ein. Die Tiere sind ausgesprochen schnellwüchsig und erreichen oft nach 3 bis 4 Jahren bereits Gewichte bis 3 kg. Das Ablaichen erfolgt in der kiesigen Sohle der Zuflüsse. Eizahl 1000 - 2000 je kg Körpergewicht der Weibchen. Eigrösse 5 - 5,5 mm Durchmesser. Die Jungfische verbleiben die ersten 1-3 Jahre in ihrem Geburtsfluss bis sie den Eltern in den See zurück folgen. Geschlechtsreife bei den Männchen z.T. im 3., durchgehend im 4., bei den Weibchen mehrheitlich im 4. oder 5. Jahr.

Die Seeforellenbestände sind vielerorts stark zurückgegangen und die Art gilt als stark gefährdet.

Seesaibling

Stammform ist der Wandersaibling, der in Küstengewässern und Zuflüssen des nördlichen Eismeeres lebt. Die Seesaiblinge kommen, mit zahlreichen Lokalformen, in kalten, sauerstoffreichen, tiefen Seen der Nordhalbkugel vor.

Die Seesaiblingsbestände weisen einen besonders grossen Formenreichtum auf ("Normalsaiblinge", "Wildfangsaiblinge" und die kleinwüchsigen "Schwarzreuter"). Dabei können nicht nur von Gewässer zu Gewässer, sondern sogar im selben See grosse Unterschiede in der Nahrung, im Wachstum, in den Laichplätzen und -zeiten bestehen. Hauptlaichzeit meist September bis Januar. Das Ablaichen findet in 20 - 80 m Tiefe auf Kiesgrund statt. Häufig befinden sich die Laichplätze auch vor Bach- und Flussdeltas. Erstnahrung der nach 60 - 80 Tagen (380 Tagesgrade) schlüpfenden Jungfische ist Zooplankton. Später erstreckt sich das Nahrungsspektrum von Wasserwirbellosen (Bodennahrung) über Zooplankton bis hin zu kleinen Beutefischchen.